Nachbarschaftsarbeit
Welchen Halt kann Nachbarschaft in unserer globalisierten Welt geben? Welche
solidarischen, fürsorglichen und kreativen Verbindungen entstehen, wenn Menschen nichtdurch geteilte Überzeugungen, sondern durch geteilten Raum zusammengehalten werden? Diese Fragen beschäftigen mich seit Jahren in meiner Arbeit als Kuratorin, Regisseurin, Autorin und Kunstvermittlerin in Berlin.
Dabei inspiriert mich das Konzept des Neighboring, das aus sozialen Bewegungen stammt und zuletzt in den Anti-ICE-Protesten in Minneapolis als gelebte Praxis sichtbar wurde. Es beschreibt ein aktives Füreinander-Eintreten über ideologische Differenzen hinweg: nicht Konsens als Voraussetzung, sondern gemeinsamer Lebensraum als Ausgangspunkt von Beziehungen und Bewegungen.
Als Programmleitung des Schwerpunkts Kunst und Begegnungen des Bündnis internationaler Produktionshäuser (2024-25) und Kuratorin der Nachbarschaftsarbeit der Neuköllner Oper suche ich mit vielfältigen Partner*innen Wege, Neighboring und kulturelle Kiezarbeit als theatrale Praxis zu verankern.
Fotos: Sören Meffert













